ande­re Publi­ka­tio­nen

Bei­trä­ge in Antho­lo­gien (Aus­wahl)

“Cra­zy dog is still ali­ve“
in: DER STOFF, AUS DEM DIE SÄT­ZE SIND
hg. von Elke Atz­ler und Man­fred Mül­ler,
Luft­schacht, 2025
“Vater von Sie­ben“
in: SIE­BEN, der Antho­lo­gie zum Möll­ta­ler Geschich­ten­wett­be­werb
Anton Pus­tet, 2023
“Tod einer guten See­le“
in: RADIES­CHEN VON UNTEN
hg. von Rot­raut Schö­berl,
Resi­denz, 2022
“Ein ech­ter Freund“
in: MOND, STER­NE und dazwi­schen WIR
hg. von Cas­jen Grie­sel & Tina Pahn­ke,
Moni­ka Fuchs, 2022
“Schlaf, Kind­lein, schlaf“
in: MÖR­DE­RI­SCHE ALPEN
Ser­vus Kri­mi, 2019
“Mein Vater, der Clown“
in: TOR­TEN-
SCHLACH­TEN
hg. von Petra Hart­lieb,
Resi­denz, 2015

zum Rein­le­sen …

  • neu erschie­nen: “Der Stoff, aus dem die Sät­ze sind” (Antho­lo­gie)

    Eine Stra­ße mit Bus­war­te­häus­chen, im „häss­li­chen Bezirk Strass­gang“. Die Tafel mit den Abfahr­ten ist unvoll­stän­dig, auf mei­ne has­tig gemur­mel­te Fra­ge bekom­me ich Nicken zur Ant­wort: Zagreb, da,  ja.  Die Bank ist kalt, die Fin­ger, die den E‑Reader hal­ten, klamm, ich schie­be mir die Hau­be unter den Hin­tern. So sit­ze ich und den­ke an Gral­la, den…

  • neu erschie­nen: Bil­lig­con­tent Blues [Text­bei­trag in der Antho­lo­gie Tex­te 5]

    Ich schaue mei­nem Mann ins Gesicht. Sei­ne Augen sind geschlos­sen, wir lie­gen im Bett, es ist kurz nach halb sie­ben.  „Immer das­sel­be, lang­wei­li­ge Ritu­al“, sagt er, als er die Augen auf­schlägt. „Auf­ste­hen, Kaf­fee­ma­schi­ne ein­schal­ten, Zäh­ne put­zen, Käse­brot essen, aufs Klo gehen, duschen, anzie­hen und in die Schu­he schlüp­fen.“ „Ich schlüp­fe mor­gens nie in die Schu­he“,…

  • neu erschei­nen: Maes­to­so [Lite­ra­tur­bei­trag in: etce­te­ra #96]

    Köf­lach. Dass dort der Vater ihrer Groß­cou­si­ne leb­te, denkt sie. Sie kann­te nur den Namen des Orts, nicht den Mann, und immer dach­te sie dabei an den eige­nen Vater und dass es zu sei­nem Auf­ent­halts­ort kei­nen Namen gab, kein Wis­sen. Jetzt ist auch Köf­lach kein Ort mehr. Die Schau­fens­ter fast alle leer, nur in einem…

  • Edi­to­ri­al [erschie­nen in &Radieschen – Zeit­schrift für Lite­ra­tur #69]

    Wir haben alles. Wir jam­mern auf hohem Niveau. Wir tun uns leid, wenn das Manu­skript nicht ange­nom­men wird, wenn es kei­ne Lobes­hym­nen reg­net. 95% der­je­ni­gen, die unse­re Lite­ra­tur­zeit­schrift lesen, sind wahr­schein­lich Autor*innen. 80% von ihnen geht es viel­leicht wie mir – sie ver­fal­len in Selbst­mit­leid, wenn es mal nicht so klappt. Viel­leicht ken­nen 40% das…

  • “Die alte Simon”

    Sie kicher­te. »Was für ein klin­gen­der Name.« Ihr Kopf mach­te ihn ner­vös. Und dann sprach sie den Satz aus, der ihn damals so geär­gert hat. »Ihre Vor­mie­ter waren net­te Men­schen. Haben mir immer Mine­ral­was­ser mit­ge­bracht, wenn sie zum Ein­kau­fen gefah­ren sind.« »Ich hab kein Auto«, hat er nur knapp geant­wor­tet. »Ach so.« Sie hob ent­täuscht…

  • Essay: Seid deutsch, bleibt einig!

    “Seid deutsch, bleibt einig!” – an die­sem Spruch müs­sen Slowen:innen in Rad­kers­burg noch immer täg­lich vor­bei­ge­hen. Anders als in Kärn­ten gab es in der Stei­er­mark für Slowenisch:innen lan­ge Zeit kei­ne Kul­tur­ver­ei­ne und auch kei­nen slo­we­nisch­spra­chi­gen Unter­richt, auch in den Kir­chen gab es kei­ne Mes­sen in slo­we­ni­scher Spra­che. Ich habe mich mit der Kärnt­ner Slo­we­ni­en Rez­ka…

  • VATER VON SIE­BEN [erschie­nen in der Antho­lo­gie “Sie­ben”]

    Sie­ben Geschwis­ter sind sie gewe­sen, sag­te die Groß­mutter. Die Lore, der Otto, der Josef, den alle den Pepsch nann­ten, der Her­mann, der Lud­wig, die Meri und als Letz­te sie selbst, die Fips, eigent­lich Phil­ip­pa. Davor gab es noch drei Kin­der, aber die gehör­ten nicht dazu, die waren vor ihrer Zeit. Die drei haben ihren ers­ten…

  • Pup­pen­heim, rosa­rot [erschie­nen in Fluch’­t’raum #11]

    Du lebst in einem Pup­pen­zim­mer. Du hast ein Bett, deckst dich mit zwei Decken zu. Am Abend lehnst du dich gegen die Rücken­leh­ne und ver­steckst dich in einer frem­den Welt zwi­schen Papier­sei­ten. Wan­derst durch Leben, die nicht dei­ne Leben sind, lebst Gefüh­le, die nicht dei­ne Gefüh­le sind. Zuerst kamen sie und zerr­ten an den Gar­di­nen.…

  • neu erschie­nen: “Radies­chen von unten” (Antho­lo­gie)

    Alle sind sie gekom­men. Fein her­aus­ge­putzt, Schu­he poliert, Blick nach unten. Die arme Ber­ta, sagen sie. So eine gute See­le und so ein häss­li­ches Ende. Und was jetzt wohl wird, aus der Tru­di und dem Mar­tin, jetzt, da die Ber­ta nicht mehr für sie sor­gen kann. Wo doch die Tru­di nicht ein­mal mehr ihr eige­nes…

  • auf You­Tube: Pro­jekt Homeage. Mein Text für die Adal­bert Stif­ter Stra­ße

    Mein Vater bewohn­te eine mit­tel­gro­ße Woh­nung in einer gro­ßen Gemein­de­bau­an­la­ge am Ost­rand der Stadt. Im Erd­ge­schoß des Gebäu­des befan­den sich außer einer klei­nen Super­markt­fi­lia­le noch ein Blu­men­ge­schäft, ein Tabak­la­den, ein Kaf­fee­haus, eine Schnaps­bar, eine Nacht­bar sowie eine Poli­zei­sta­ti­on. Im ach­ten Stock­werk wohn­te neben der Fami­lie mei­nes Vaters ein Ehe­paar, wel­ches die acht­zig seit eini­ger Zeit…

  • zum Nach­le­sen auf dem Ley­­­kam-Blog: Papa­ver­weg 6 — Bericht einer Recher­che

    Die­se klei­ne, dörf­lich anmu­ten­de Gas­se am Wie­ner Stadt­rand mit »Man­hat­te­ner Sky­line«, nur ein paar U‑Bahn Minu­ten vom Ste­phans­dom ent­fernt. Gibt es die wirk­lich? Oder ist alles nur Fik­ti­on? (Den Text habe ich für den Ley­kam-Blog ver­fasst)

  • Siri, wri­te me a novel [editor´s column, Ver­so­po­lis Review]

    Ima­gi­ne you are a wri­ter and some­bo­dy asks you for an inter­view — but you have abso­lut­e­ly no idea what to answer.Kolumne lesen

  • neu erschie­nen: “Mör­de­ri­sche Alpen” (Antho­lo­gie)

    Das Gesicht liegt im Schat­ten, des­we­gen kann Süß­kind sein Gegen­über nicht sehen. Aber hören kann er den Mann, dazu ist so eine Vor­rich­tung ja gedacht, zum Hören, und hören, das tut Süß­kind, von wei­chem Fleisch und süßem Atem, von blau­en Pup­pen­au­gen unter nas­sen Wim­pern und rot ange­lau­fe­nen Backen. Von Schweiß, süß­lich-sau­er wie Him­beer­saft, von stram­peln­den…

  • neu erschie­nen: “Die All­wis­sen­de Daten­müll­hal­de” (Arti­kel)

    Ich weiß, was du tust und wie du tickst, gestand mir ein Infor­ma­tik-Freak, der mich per­sön­lich nie ken­nen­ge­lernt hat und außer­halb des Binär­sys­tems nie ken­nen­ler­nen wird. Ich weiß alles über dich, dein Leben ist eine prall gefüll­te Keks­do­se und wird durch Glas­fa­ser­ka­bel gespült, um direkt im rie­si­gen Bauch des NSA-Wals zu lan­den.

  • neu erschie­nen: “Tor­ten­schlach­ten” (Antho­lo­gie)

    Mit Geschich­ten von Pol­ly Adler, Ela Ange­rer, Bet­ti­na Balá­ka, Ruth Cerha, Fried­rich Dön­hoff, Petra Hart­lieb, Moni­ka Held, Peter Henisch, Wolf­gang Her­mann, Mar­ga­ri­ta Kinst­ner, Eli­sa­beth Klar, Edith Kneifl, Kon­rad Paul Liess­mann, Hei­di List, Klaus Nüch­tern, Klaus Oppitz, Kurt Palm, Vere­na Petrasch, Eva Ross­mann, Tex Rubi­no­witz, David Schal­ko, Susan­ne Scholl, Dirk Ster­mann, Cor­ne­lia Trav­nicek, Anna Wei­den­hol­zer und…

  • neu erschie­nen: “Bezie­hung­Kri­sen­Herd” (Antho­lo­gie)

    „Aus­wei­tung der Kampf­zo­ne“ – so lau­te­te das The­ma des 19. Münch­ner Kurz­ge­schich­ten­wett­be­werbs. Über 700 Schrei­ben­de mel­de­ten sich – dra­ma­tisch, span­nend, ver­zwei­felt, iro­nisch, lie­be­voll, ein­fühl­sam – mit einem kur­zen Text zu Wort. „Kampf­zo­ne“, das ist für die einen Krieg, Neo-Impe­ria­lis­mus, Bal­kan, Afgha­ni­stan, für die ande­ren Geschlech­ter­kampf, Iden­ti­täts­fin­dung, Lie­be oder Altern. Die 23 bes­ten Sto­rys hier in…

  • neu erschie­nen: “Stadt­men­schen” (Antho­lo­gie)

    – Stadt­men­schen – Vier­zig Stadt­men­schen erzäh­len über das Lebens­ge­fühl Stadt, von Lieb­lings­plät­zen und prä­gen­den Erin­ne­run­gen, Sehn­süch­ten und Lebens­ent­wür­fen.

  • Bel­ma (III)

    In den Näch­ten unter­hal­te ich mich mit Bel­ma. Weißt du, was das ein­zig Posi­ti­ve an die­sem ver­damm­ten Krieg war?, fragt sie mich. Frü­her hat­te ich vor so vie­len klei­nen Din­gen Angst und habe mir stän­dig Sor­gen gemacht. Im Krieg kommst du dann drauf, wie unwich­tig die meis­ten Din­ge sind.

  • Bel­ma (II)

    Der ers­te Abend. Sit­ze in der Baščarši­ja und lau­fe durch das Vier­tel. Esse Ceva­pi, denn das muss man in Sara­je­vo. Mei­ne Gast­fa­mi­lie zieht KM (Kon­vert­mark) dem Euro vor, also mache ich mich auf die Suche nach einem Ban­ko­mat. Vie­le Hun­de vor den Müll­ton­nen. Ich erin­ne­re mich an die Berich­te und Doku­men­ta­tio­nen. Dass die Haus­tie­re wäh­rend…

  • Bel­ma (I)

    Die Hand­lung mei­nes neu­en Romans ist es, die mich nach Sara­je­vo führt. Sara­je­vo – die einst bela­ger­te Stadt. In mei­nem Kopf: Fotos von umge­kipp­ten Stra­ßen­bah­nen, zer­schos­se­nen Häu­ser. Sna­j­per. Fra­ge mich selbst, wie­so ich aus­ge­rech­net die­sen Hand­lungs­strang in mei­nen Roman schrei­ben muss. (Aber doch, ich weiß es, war­um.)

  • Sucht [erschie­nen in der Antho­lo­gie “Exis­tenz und Reni­tenz”]

    Mil­chig weiß lehnt sich der Novem­ber­ne­bel gegen die Fens­ter­schei­ben und kon­ser­viert Gedan­ken zwi­schen Stahl­be­ton­wän­den. Alles friert ein und steht still. Gery sitzt am Sofa, die Hei­zung im Rücken auf die höchs­te Stu­fe gedreht, und beugt sich über den nied­ri­gen Sofa­tisch. Mit einer rosa Bipa Bonus­card teilt er das wei­ße Pul­ver in zwei Lini­en, dane­ben leuch­tet…

  • Club der Lite­ra­ten [erschie­nen in der Antho­lo­gie des Gra­zer Autorin­nen und Autoren Kol­lek­tivs]

    Es geht uns gut, dort oben am Kirch­berg, aber ja, wir trin­ken Wein und sehen in die Flam­men am Grill, wir klau­ben ger­ne Wor­te, wozu sich allei­ne fer­tig machen, hier sind wir in guter Gesell­schaft, es geht uns gut, und wenn du es nicht glaubst, dann bohr dir doch ein Loch ins Kniiiii­ieeee!

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